Wanderbericht „Rund um Hammelbach“

Trialfahrer überraschen die Wanderer

Nicht nur die Natur begeisterte die Wanderer des OWK Gras-Ellenbach bei ihrer letzten Tour, sondern auch ein kurzer Stopp an einem Trialgelände. Der war so eigentlich nicht eingeplant, doch die Teilnehmer sahen gespannt den Übungen zu. Zuvor traf sich die Gruppe unter Wanderführer Roland Wetzel am Sportplatz in Hammelbach. Von dort ging es zum Schützenhaus und weiter nach Hammelbach zur Weschnitzquelle. Auf dem H10 ging es zum Trialgelände. Nach dem dortigen Stopp wanderte die Gruppe in Richtung Tromm zum Brandschneiderskreuz.

Zwischendurch kam die Regenkleidung zum Einsatz, da ein ausgiebiger Landregen für die lang ersehnte Feuchtigkeit sorgte. Bevor die Gruppe durch das idyllische Hinterwiesental nach Litzelbach wanderte, legten sie eine längere Rast ein. Nach der Stärkung ging es weiter zu den Litzelbächer Steinbrüchen, einem von vielen Geopark-Infopunkten. Dann steuerte die Gruppe den Kalten Brunnen an, um über den Höhenweg die vorgesehene und nach 15 Kilometern verdiente Schlusseinkehr in der Sportklause zu genießen. Der OWK dankte dem Wanderführer für die interessante Tour, die mit sehr vielen Aussichtspunkten versehen war.

Bilder

Wanderbericht „Auf alten Mönchspfaden rund um das Kloster Lobenfeld“

Am 12.07 fuhr der OWK Gras-Ellenbach bei schönstem Wanderwetter über Hirschhorn nach Lobenfeld. Von der dortigen Klosteranlage folgten wir der Wegebeschreibung von Rainer Türk aus dem Jahreskalender 2016.

Es geht über einen asphaltierten Wirtschaftsweg durch Obstwiesen, Rüben- und Kornfelder aufwärts zum Wald, durch welchen wir abwärts ins Bidderbachtal kommen. Von dort geht es vorbei am Golfplatz Lobbach-Lobenfeld talaufwärts in den Fronwald. Am Golfplatz treffen wir auf eine herrlich leuchtende Blumenwiese. Auf dem weiteren Weg nach Lobbach machen wir an der „Buchwaldhütte“ unsere erste Rast.

Dann geht es weiter über den Lobbach entlang des Ortes und den Hackenberg hinauf. Über einen Höhenweg mit schöner Aussicht geht es dann durch den Wald weiter zur „Sperbelbaum-Hütte“. Von hier haben wir einen eindrucksvollen Blick auf Spechbach und Lobenfeld. Spechbach strahlt noch viel von seiner Ursprünglichkeit aus. Nach einer Rast traten wir dann, vorbei an Pferdekoppeln, den Rückweg zur Klosteranlage an

Zum Abschluss der Wanderung wurde noch die Kloster-Kirche aus dem 12. Jahrhundert besichtigt. Bemerkenswert, so fanden die Gras-Ellenbacher Wanderer, sind die relativ gut erhaltenen Fresken aus dem frühen Mittelalter.

Auf dem Rückweg nach Gras-Ellenbach nutzten noch einige Teilnehmer als kleine Attraktion die historische Neckarhäuser Fähre.

Kalender März 2016; Bilder;

Wanderbericht Glühwürmchen- Nachtwanderung .

Wir danken unserem Wanderführer Harald für dieses besondere Erlebnis.       

[Harald Zeitz] Der Natur auf der Spur

Einige Wanderer trafen sich in einer lauen Sommernacht um 21.30 Uhr an der Nibelungenhalle in Gras-Ellenbach, um zu einer besonderen Abendwanderung aufzubrechen. Erstmals stand eine Glühwürmchenwanderung auf dem Programm. Sie führte durchs Gaßbachtal Richtung Hammelbach und entlang des Kunstweges zurück zur Freilichtbühne. Unterwegs gab Wanderbegleiter Harald Zeitz den Teilnehmern einiges Wissenswerte zu den Glühwürmchen bekannt. Es handelt sich hierbei gar nicht um Würmchen oder Würmer, sondern um 8-10 mm lange Käfer aus der Familie der Leuchtkäfer. Sie sind an der Körperunterseite mit Leuchtorganen ausgestattet, damit Männchen und Weibchen zur Paarung und Eiablage nachts zusammen finden. Der beste Zeitpunkt zum Beobachten ist von Mitte Mai bis Ende Juli, überwiegend jedoch in der dritten Junidekade, also zwischen dem 20. und dem 30. Juni. Das gehäufte Auftreten um den Johannistag (24. Juni) gab diesen Käfern auch den deutschen Beinamen „Johanniswürmchen“. Man findet sie vorzugsweise auf Wiesen, in Gärten und Parkanlagen, am Bach- und Flussufer, in lichten Gebüschen und an Laubwaldrändern. Da diese Voraussetzungen landschaftlich gegeben waren, stand einem Treffen mit den Glühwürmchen nichts mehr im Wege. So führte der Weg nun in der langsam untergehenden Abendsonne  ins Tal hinein. Dem Abendgesang der Vögel wurde gelauscht und der Ruf einer Taube wurde wahrgenommen. Nach einer kurzen Rast wurde gegen 22,30 Uhr der Rückweg angetreten. Jetzt war es richtig dunkel geworden und es hieß „Augen offen halten“. In Höhe der Beisinger-Felsenquelle begann dann das Leuchten. Erst ein Lichtlein, dann zwei, drei und bald machten alle Wanderer sich gegenseitig auf das Leuchten und Fliegen der Glühwürmchen aufmerksam. Auf der Suche nach Weibchen schwirrten die paarungswilligen Käfermännchen mit ihren Leuchtsignalen durch die Nacht und begeisterten nicht nur die Käferdamen. Günstige Witterung und viel Glück ermöglichten es den Nachtwanderern, viele „fliegende Taschenlampen“ zu beobachten und damit ein tolles Naturschauspiel in unseren heimischen Gefilden zu erleben.   

[siehe Bildergalerie]