Wanderbericht „Auf alten Mönchspfaden rund um das Kloster Lobenfeld“

Am 12.07 fuhr der OWK Gras-Ellenbach bei schönstem Wanderwetter über Hirschhorn nach Lobenfeld. Von der dortigen Klosteranlage folgten wir der Wegebeschreibung von Rainer Türk aus dem Jahreskalender 2016.

Es geht über einen asphaltierten Wirtschaftsweg durch Obstwiesen, Rüben- und Kornfelder aufwärts zum Wald, durch welchen wir abwärts ins Bidderbachtal kommen. Von dort geht es vorbei am Golfplatz Lobbach-Lobenfeld talaufwärts in den Fronwald. Am Golfplatz treffen wir auf eine herrlich leuchtende Blumenwiese. Auf dem weiteren Weg nach Lobbach machen wir an der „Buchwaldhütte“ unsere erste Rast.

Dann geht es weiter über den Lobbach entlang des Ortes und den Hackenberg hinauf. Über einen Höhenweg mit schöner Aussicht geht es dann durch den Wald weiter zur „Sperbelbaum-Hütte“. Von hier haben wir einen eindrucksvollen Blick auf Spechbach und Lobenfeld. Spechbach strahlt noch viel von seiner Ursprünglichkeit aus. Nach einer Rast traten wir dann, vorbei an Pferdekoppeln, den Rückweg zur Klosteranlage an

Zum Abschluss der Wanderung wurde noch die Kloster-Kirche aus dem 12. Jahrhundert besichtigt. Bemerkenswert, so fanden die Gras-Ellenbacher Wanderer, sind die relativ gut erhaltenen Fresken aus dem frühen Mittelalter.

Auf dem Rückweg nach Gras-Ellenbach nutzten noch einige Teilnehmer als kleine Attraktion die historische Neckarhäuser Fähre.

Kalender März 2016; Bilder;

Wanderbericht Glühwürmchen- Nachtwanderung .

Wir danken unserem Wanderführer Harald für dieses besondere Erlebnis.       

[Harald Zeitz] Der Natur auf der Spur

Einige Wanderer trafen sich in einer lauen Sommernacht um 21.30 Uhr an der Nibelungenhalle in Gras-Ellenbach, um zu einer besonderen Abendwanderung aufzubrechen. Erstmals stand eine Glühwürmchenwanderung auf dem Programm. Sie führte durchs Gaßbachtal Richtung Hammelbach und entlang des Kunstweges zurück zur Freilichtbühne. Unterwegs gab Wanderbegleiter Harald Zeitz den Teilnehmern einiges Wissenswerte zu den Glühwürmchen bekannt. Es handelt sich hierbei gar nicht um Würmchen oder Würmer, sondern um 8-10 mm lange Käfer aus der Familie der Leuchtkäfer. Sie sind an der Körperunterseite mit Leuchtorganen ausgestattet, damit Männchen und Weibchen zur Paarung und Eiablage nachts zusammen finden. Der beste Zeitpunkt zum Beobachten ist von Mitte Mai bis Ende Juli, überwiegend jedoch in der dritten Junidekade, also zwischen dem 20. und dem 30. Juni. Das gehäufte Auftreten um den Johannistag (24. Juni) gab diesen Käfern auch den deutschen Beinamen „Johanniswürmchen“. Man findet sie vorzugsweise auf Wiesen, in Gärten und Parkanlagen, am Bach- und Flussufer, in lichten Gebüschen und an Laubwaldrändern. Da diese Voraussetzungen landschaftlich gegeben waren, stand einem Treffen mit den Glühwürmchen nichts mehr im Wege. So führte der Weg nun in der langsam untergehenden Abendsonne  ins Tal hinein. Dem Abendgesang der Vögel wurde gelauscht und der Ruf einer Taube wurde wahrgenommen. Nach einer kurzen Rast wurde gegen 22,30 Uhr der Rückweg angetreten. Jetzt war es richtig dunkel geworden und es hieß „Augen offen halten“. In Höhe der Beisinger-Felsenquelle begann dann das Leuchten. Erst ein Lichtlein, dann zwei, drei und bald machten alle Wanderer sich gegenseitig auf das Leuchten und Fliegen der Glühwürmchen aufmerksam. Auf der Suche nach Weibchen schwirrten die paarungswilligen Käfermännchen mit ihren Leuchtsignalen durch die Nacht und begeisterten nicht nur die Käferdamen. Günstige Witterung und viel Glück ermöglichten es den Nachtwanderern, viele „fliegende Taschenlampen“ zu beobachten und damit ein tolles Naturschauspiel in unseren heimischen Gefilden zu erleben.   

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Wanderbericht Frühwanderung G7

Bei herrlich sonnigem Wetter startete der OWK Gras-Ellenbach am Sonntagvormittag zu seiner Frühtour. Die Gruppe wanderte auf dem Drachenrundweg bis zur Drachenbuche. Von dort ging es unterhalb vom Siegfriedbrunnen in Richtung Strieth. Mitten im Waldgebiet wurde die erste Trinkpause eingelegt. Am Wegesrand konnten die Wanderer sehr viele Heidelbeersträucher sehen, die demnächst reif werden. An der Strieth angekommen, wurde am Tretbecken noch einmal eine kleine Pause gemacht und danach ging es weiter zum Landgasthof „Hagen“, wo es ein gutes Frühstück gab.
Vorsitzender Olaf Kunz bedankte sich bei Wanderführer Dieter Lohrbächer für die Organisation. Im nächsten Jahr wird sicherlich die Frühwanderung wieder auf dem Wanderplan stehen.

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Wanderbericht Rundweg Bad König

[Werner Dörr] Der OWK Grasellenbach unternahm am Sonntag, dem 07.06.2020, die 1. Wanderung in der Corona-Zeit. Unter besonderen Bedingungen wurden 2 Touren in der Gegend von Bad König angeboten. Wie üblich war Treffpunkt an der Nibelungenhalle zur gemeinsamen Fahrt in Pkw´s zum Startpunkt der Tour. Die Gruppengröße war jeweils auf 12 Personen begrenzt und so ergab sich, dass nur eine Gruppe zusammenkam. Am Parkplatz des ehem. Römerkastells Hainhaus wurden alle nochmals von den Führern Doris Koch und Werner Dörr begrüßt und der Wegeverlauf erklärt. Zunächst ging es im Gänsemarsch in nördlicher Richtung auf dem Limesweg. Ab und an waren noch Reste der Standorte von den Wachttürmen erkennbar. Bald machte sich auch das Rauschen der 9 dort befindlichen Windräder bemerkbar. Diese haben eine  Nabenhöhe von 105m und eine Flügellänge von 40m. Bei dem Römerturm „Sellplatte“ konnten die Wanderer gut noch den Ringgraben des frühen Holzturmes erkennen. Der später in ca. 20 m Entfernung erbaute quadratische Sandsteinturm hat  ein Ausmaß von 5,6 x5,6m. Nun gingen wir weiter am nächsten Windrad vorbei zur Aussichtshütte oberhalb von Breitenbrunn und dem Weiler Hengmantel. Bei der Rast kam es gerade recht, dass dort ein altes Weinfass mit einer Tür war. Getränke waren reichlich für die Wanderer in diesem vorrätig.

Die Aussicht von diesem Punkt weit in das Land, zum Breuberg und bis zu dem Höhenzügen des Spessart genossen alle Wanderer. Doch die Zeit drängte, die  Wanderschar zog weiter zur Wegkreuzung „Toter Mann“ Dort ging es Richtung Kimbach am endlosen Zaun des ehem. Munitionslagers vorbei. Oberhalb von Kimbach wurde eine weitere Rast mit schöner Aussicht an der Rentnerhütte gehalten. Kurz war dann nur noch der Weg am Käsebrünnchen vorbei zum Römerkastell „Hainhaus“. Auf dem Gelände steht heute noch ein Forsthaus des Fürsten von Löwenstein mit einer kleinen Hauskapelle. 6 Sandsteinsessel sind dort noch als Gerichtsstelle aus vergangenen Tagen vorhanden. So waren doch alle Teilnehmer froh, dass diese Tour nach der Abstinenz von Wanderungen in der fast 3 monatigen Corona-Zeit doch trockenen Fußes stattfinden konnte.
[Bilder]

Dank an die Wanderführer Doris und Werner !